Von Kununurra nach Darwin – von Mike

Nach einigem hin und her fanden wir tatsächlich eine Werkstatt, die unseren neuen Kühler reparieren konnte. Weil der Garantieprozess ziemlich lange und mühsam wäre, beteiligte sich die Werkstatt die den Kühler eingebaut hatte mit 50 % an den Kosten. Nach zwei ziemlich ereignislosen Tagen des Wartens, waren wir also „on the road again“ – wie wir zu sagen pflegen. Frohen Mutes fuhren wir direkt zum Lake Argyle, dem grössten Stausee in Australien und die Umgebung beeindruckte uns sehr. Nach den vergangenen, schleppenden Tagen verspürten wir aber Vorwärtsdrang und fuhren weiter bis zum ersten Nationalpark im Northern Territory. Western Australia lag somit hinter uns und die Uhrzeit wurde wieder nach vorne gestellt. Ab sofort sollte es wieder länger hell sein, was uns natürlich freute. Nur doof, dass es trotzdem kurz nach 18 Uhr dunkel wird und Licht so viele Käfer und Mücken anzieht, dass uns jeweils nicht anderes übrig bleibt, als sehr früh in unser King Size Bett im Auto zu liegen.

Nach über 500 km erreichten wir die nächste grössere Ortschaft, Katherine. Am nächsten Morgen besuchten wir die dazugehörende Schlucht. Da wir für einmal nicht baden konnten und wir dieselben 4 km zurücklaufen müssten, haben wir eine kleine Bootstour gebucht, die uns zurück zum Parkplatz führen sollte. Leider arbeitete die Dame am Verkaufsschalter jedoch nicht mit den selben Zeiten wie der Bootsfahrer und so warteten wir eine ganze Weile bei über 35 Grad, bis dann endlich ein kleines Boot auftauchte und uns zurück führte.

Als nächstes stand dann schon der Litchfield Nationalpark auf dem Programm. Es gab wieder unzählige, riesige Termitenhügel zu sehen und natürlich viele Schluchten mit Wasserfällen und natürlichen Pools. Die Umgebung ist wirklich wunderbar, aber wir haben in den letzten Wochen so viele Wasserfälle und Pools gesehen, dass es uns manchmal schon fast Überwindung kostet schon wieder baden zu gehen – welch hartes Leben! 😉 Beim Camping konnten wir dann noch zusehen wie die kleineren Frischwasserkrokodile gefüttert werden und genossen das Open Air Kino bei herrlichem Sternenhimmel.

In Darwin war wieder einmal das typische Sightseeing angesagt. Wir besuchten den Markt, badeten in der Krokodil sicheren Lagune und schlenderten dem Strand entlang. Als wir nach dem Mittagessen zurück zu unserem Auto kamen, sahen wir den Ranger, der uns einen Zettel unter die Scheibe hängte. Ich dachte, er will wohl seine Nummer für Lara hinterlegen, denn die Parkgebühren hatten wir definitiv bezahlt. Also rannte ich hinterher und stellte den Lurch zur Rede. Er erklärte freundlich aber bestimmt, dass wir korrekt bezahlt hätten, aber das Fahrzeug in falscher  Fahrtrichtung parkiert wurde. Ich hatte das Auto am Strassenrand auf der gegenüberliegenden Fahrbahn parkiert, jedoch ohne eine Sicherheitslinie zu überfahren. Woher sollten wir auch wissen, dass die Australier Wert darauf legen in welche Richtung das Auto steht?! Wir fühlten uns natürlich total ungerecht behandelt und uns kam noch einiges in den Sinn was wir hätten tun und sagen sollen – leider erst im Nachhinein, aber wer kennt das nicht?!