Der Inle-See – von Larissa

Boat, boat, do you need a boat? Diesen Satz hört man in Nyaungshwe wohl den ganzen Tag und an jeder Ecke! Kein Wunder, denn am Inle-See ist das Longtail Boat das Transportmittel der Wahl.

So war es auch für uns am ersten Tag die beste Möglichkeit, um die Sehenswürdigkeiten anzuschauen. Das Leben spielt sich hier hauptsächlich auf dem See ab. Sehr viele Häuser sind auf Holzpfählen ins Wasser gebaut und nur per Seeweg zu erreichen. Besonders eindrücklich sind die schwimmenden Gärten. Mit den Booten bahnen sich die Leute zwischen dem Gemüse ihren Weg und ernten ihre Saat. Je nach Wasserstand findet sogar der Markt auf dem See statt, wo die Einheimischen ihr Gemüse und die frischen Fische verkaufen.

Auf unserer Bootstour machten wir mehrere Stopps an diversen Produktionsstätten. Wir haben gesehen wie aus der Lotusfaser Kleider gemacht werden oder wie sie Silberschmuck & Tabakwaren herstellen.

Am zweiten Tag haben wir uns für 75 Rappen pro Person ein Velo gemietet und kurvten so noch ein bisschen auf dem Landweg herum. Da der Inle-See zu einer der Hauptattraktionen in Myanmar gehört, war es deutlich touristischer als an den vorherigen Orten. Zum Mittagessen fanden wir sogar eine Portion Pasta mit Tomatensauce für Mike. Seine Augen strahlten, als er den ersten Bissen im Mund hatte. Nach all den Nudelkombinationen und dem ganzen Reis war es uns egal, dass die Portion mit knapp 4 Franken überteuert war. Ihr seht, wir sind angekommen, in der Welt in der man für ein burmesisches Abendessen mit Suppe/Salat und anschliessendem Dessert (zu 99% Wassermelonen) zu zweit keine 5 Franken bezahlt… life is sweet 😉

 

 

Bagan – von Mike

Die Fahrt vom Inle-See nach Bagan dauerte wieder einmal länger wie vorausgesagt. Lara hatte zwischendurch noch mit den dynamischen Kurvenfahrten unseres Chauffeurs zu kämpfen und war erleichtert als wir nach 8,5 h endlich im Hotel einchecken konnten.

Wir wurden vorgewarnt: In Bagan werde es so heiss, dass man den Nachmittag am besten am Pool verbringt und die Tempelbesichtigungen auf den Morgen und Abend verlegt. Na gut, bei unserer Ankunft regnete es und das Thermometer zeigte keine 20 Grad an. Am nächsten Tag dasselbe Bild. Wir beschlossen, unsere Regenjacken einem ersten Härtetest zu unterziehen und wagten uns mit dem Elektroroller hinaus, um einige Pagoden anzusehen.

Tag drei: Endlich wurde das Wetter seinem Ruf gerecht und wir waren den ganzen Tag mit dem Elektroroller unterwegs um die Pagoden zu besichtigen. Den Sonnenuntergang von einer hohen Pagode mitverfolgen, liessen wir uns natürlich nicht entgehen. Die Abenddämmerung über der Ebene mit den rund 4000 Pagoden war definitiv ein unvergessliches Erlebnis. Aufgrund meinen Erfahrungen mit Elektrofahrzeugen, rechnete ich eigentlich damit, dass wir nach einem ganzen Tag auf Achse irgendwo in der Pampa stehen bleiben. Das chinesische hi-end Produkt erwies sich aber als zuverlässig und offroad tauglich… 😉

Wir waren froh, als wir am nächsten Morgen um 5.00 Uhr bei unserem Hotel abgeholt wurden. Die vergangenen 10 Tage war es nämlich nicht möglich mit dem Ballon zu fliegen und genau das hatten wir vor. Bei Kerzenschein wurde Kaffee und Croissants aufgetischt. Nach einer kurzen Instruktion haben wir um 6.25 Uhr kaum spürbar abgesetzt. Das Bild war einmalig: Sonnenaufgang, die unzähligen Pagoden und über 10 Ballone in der Luft. Erst aus dieser Sicht wird einem das ganze Ausmass der Bauwut früherer Zeiten bewusst.

Für den letzten Tag in Bagan hatten wir noch einen kleinen Ausflug zum Mount Popa, einem heiligen Berg mit Tempel, gebucht. Den Berg nennen auch viele Affen ihr zu Hause und treiben mit den naiven, ahnungslosen Touristen ihre Spielchen. An einem Stand hatten wir gerade eine Drachenfrucht zum probieren gekauft, als ein Affe innert einer Sekunde unsere Einkäufe entriss und davon rannte. Die Verkäuferin konnte also eine zweites Geschäft tätigen und dem Affen wünschen wir guten Appetit.