Hoi An und Hué – von Mike

Nach Nha Trang ging es für ein paar Tage ins vietnamesische Hinterland, wo wir nur eine Handvoll Touristen kreuzten. Dafür wurde die Kommunikation wieder etwas schwieriger, aber ein Dach über dem Kopf und zu Essen haben wir immer gefunden.

Hoi An soll gemäss Reiseführer eine kleine, geschichtsträchtige Stadt mit viel Charme sein und sie wurde ihrem Ruf voll gerecht. Die saubere Altstadt lud mit ihren unzähligen Restaurants und Kaffees zum Verweilen ein, unzählige Laternen säumten die Strassen und einheimische Frauen boten romantische Bootsfahrten auf dem Fluss an. Ich merke gerade, dass eigentlich Lara diesen Part schreiben sollte… 😉 Ich war noch nie in Venedig, aber viel besser kann es gar nicht sein. Von unserer Unterkunft erhielten wir einen Tipp für einen Strandabschnitt und siehe da – kilometerlanger feiner Sandstrand und keine Menschenseele! Wir genossen das kühle Nass und die Sonne, denn weiter gegen Norden sollte die Route nicht immer am Meer entlang verlaufen und zunehmend kühler werden.

Von Hoi An passierten wir per Bus den wunderschönen Hai Van Pass. Die kurvige Passstrasse geht der Küste entlang und bietet eine traumhafte Sicht auf einsame Buchten und wunderschöne Wälder.

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Der nächste Stopp war Hué. Die ehemalige Hauptstadt hat vor allem kulturell viel zu bieten. Wir besichtigten auch die wichtigsten Tempel und Sehenswürdigkeiten, aber so ganz euphorisch werden wir bei historischen Gebäuden meistens nicht mehr… 😉

PS 1: Auf Wunsch unserer Leser, genauer genommen einem Leser (haha) haben wir ein neues Feature auf miles-away.ch integriert. Auf der Hauptseite könnt ihr nun im Feld „News per E-Mail“ eure E-Mail Adresse eintragen und bekommt eine Benachrichtigung, sobald wir etwas Neues posten. Ob es wirklich funktioniert, wird sich dann herausstellen… 😉

PS 2: Bei meinem Text und dem Bild hat sich ein kleiner Fehler eingeschlichen. Auflösung kommt beim nächsten Blogeintrag! Oder hat schon jemand die Lösung?

 

Nationalparks – von Larissa

Phong Nha Ke Bang Nationalpark – hier präsentierte sich Vietnam, wie ich es mir vorgestellt hatte. Enorme Kalksteingebirge umgeben von dichtem Regenwald mit Flüssen und riesigen Reis- und Ackerfeldern im Vordergrund. Traumhaft! Der Nationalpark ist bekannt für seine vielen Höhlen, darunter auch die Grösste der Welt, welche erst im Jahr 2009 entdeckt wurde. Da die Preise für deren Exkursionen aber fern ab von Gut und Böse liegen, haben wir uns für zwei kleinere (immer noch riesige) andere Höhlen entschieden. Sie waren absolut gigantisch anzuschauen, und man fühlte sich wie in einem Märchenland.

Auf der Reise in den nördlicheren Teil Vietnams, hatten wir leider noch eine sehr traurige Begegnung mit einem Lastwagen voller winselnden Hunden. Wir haben gelesen, dass die Hunde von Thailand über Laos nach Vietnam transportiert werden, um dort auf den Tellern zu landen. Ja, es ist eine andere Kultur, welche vielleicht zu akzeptieren ist. Die Transportbedingungen jedoch sind offensichtlich absolut schrecklich und es macht einen traurig zu sehen, wozu Menschen fähig sind. Auch vom Schweinchentransport waren wir nicht gerade begeistert.

Unser nächster Stopp war dann Ninh Binh, welches die Ausgangsbasis für weitere Nationalparks ist. Wir machten einen Ausflug in den Cuc Phuong. Es ist der älteste Nationalpark in Vietnam und bietet (oder bot) ein Zuhause für Wildhunde, Tiger, Leoparden und viele andere interessante Tiere. Anfangs hatte ich stets die Hoffnung in einem Nationalpark einmal irgendetwas zu erspähen. Jedoch habe ich den Glauben daran verloren. Durch die Jagd wurden die Bestände leider extrem stark vermindert und die Tiere, die noch übrig sind, zeigen sich nur äussert selten und nicht auf Touristenpfaden. Naja, zu sehen gab es dafür einen 1000 Jahre alten Baum und sehr schönen Regenwald. Am nächsten Morgen machten wir noch eine Tour auf einem Ruderboot durch das Gewässer zwischen den Kalksteinbergen. Die Region soll besonders schön aussehen, wenn zusätzlich alle Reisfelder noch leuchtend grün sind. Es wurde uns jedoch gesagt, dass wir leider etwa zwei Monate zu früh hier sind.

Und wie sieht es eigentlich mit dem Wetter aus? Tja, nach nun 3 Monaten fast stetigem Sonnenschein, haben wir in Vietnam etwas weniger Glück. So hatten wir bereits mehrere graue und vor allem kühle Tage. Was heisst kühl? Die Temperaturen liegen immer noch zwischen 15 und 20 Grad, jedoch fühlt es sich durch die hohe Luftfeuchtigkeit kombiniert mit Wind unangenehm kalt an. Zusätzlich sind wir eher spärlich für solche Temperaturen ausgerüstet und die einzigen „warmen“ Klamotten kommen Tag für Tag aufs Neue zum Einsatz. Da es unmöglich ist, diese für einen Wäschetag zu entbehren, stehen sie mittlerweile fast vor Schmutz. Happy travelling! ;-P