Doha – von Larissa & Mike

Einige Stunden nach dem Abschied am Flughafen Zürich sassen wir in unserem ersten Hotelzimmer. Ein 5-Sterne Hotel etwas ausserhalb des Zentrums, notabene das günstigste Angebot, welches wir für Doha finden konnten. Solch ein Luxus werden wir auf unserer Reise wohl nicht mehr oft geniessen.

Entgegen der Empfehlung unserer Hotelrezeption wollten wir zu Fuss ins Zentrum marschieren. Naja, nachdem wir etwa 10 Min. in der brütenden Hitze an einer Ampel gewartet hatten und irgendwie keine Trottoirs vorhanden waren, entschieden wir uns dann doch für das klimatisierte Taxi. Morgens war der bekannte Markt „Souq Waqif“ noch menschenleer, sobald es abends etwas kühler wurde, füllte er sich jedoch und man konnte von Stoff über Gewürze bis zu Falken alles handeln. Den Rest der Stadt haben wir natürlich auch besichtigt, aber ausser dass alles sehr neu, modern, protzig und ausgestorben war, gibt es nicht viel zu sagen.

Am zweiten Tag ging es ab in die Wüste. Mit einem 4×4 Toyota Land Cruiser wurden wir quer durch die Dünenlandschaft chauffiert bis hin zur Grenze von Saudi Arabien. Nach einem nicht erfrischenden Bad im Meer und dem Sonnenuntergang in der Wüste hatte es unser Chauffeur wohl sehr eilig nach Hause zu kommen. Jedenfalls fuhr er an jeder stehenden Kolonne auf dem Pannenstreifen vorbei und absolvierte mehr Spurwechsel als alle Fahrer während eines Formel 1 Rennens zusammen.

Doha war auf jeden Fall ein interessanter Start unserer Reise. Da momentan sehr viele Projekte noch im Bau sind, kam es uns vor wie eine grosse Baustelle. Aber wie hat eine Dame so schön gesagt: „Die Kataris kommen ihrer Vision einer perfekten Stadt jede Minute näher.“

PS: Die arabischen Frauen in ihren schwarzen Kleidern haben durchaus auch einen Sinn für Mode, wie das Foto unten beweist – man achte auf das Schuhwerk. 😉