Sihanoukville, Koh Rong Samloem & Kampot – von Larissa

Mit anderen Reisenden verglichen, sind wir eigentlich erstaunlich lange verschont geblieben, aber auf dem Weg in den Süden kam, was wohl einmal kommen musste – einer von uns hat die erste Magenverstimmung aufgegabelt. Jaja natürlich hat es mich getroffen. Die Misere war glücklicherweise kurz, jedoch relativ unschön. Um euch den Appetit auf die weiteren Festtags Mahlzeiten nicht zu verderben, erspare ich euch weitere Details.

In Sihanoukville angekommen, buchten wir gleich eine Fähre für den nächsten Tag, um auf die kleine Insel Koh Rong Samloem zu gelangen. Sie wird im Reiseführer als besonders schön angepriesen, und wir wurden nicht enttäuscht. Die ruhige Insel hat mehrere sehr sehenswerte, fast menschenleere Strände mit klarem Wasser. Nach unseren bisher zwei gescheiterten Strandplänen (Ngapali und Hua Hin), war es umso schöner, hier ins Meer einzutauchen und wir verbrachten super relaxte Tage. Weniger entspannt wurde jedoch die Rückfahrt ans Festland. Es war ein windiger Tag und das Meer schlug hohe Wellen, sodass unser gebuchtes Speedboat gestrichen wurde. Also mussten wir mit der langsamen alten Fähre vorlieb nehmen. Die Fahrt war sehr schauklig und die mehreren Seekranken um uns herum, machten es nicht gerade angenehmer. Wir waren jedenfalls sehr dankbar, als wir wieder festen Boden unter den Füssen hatten.

Sihanoukville ist ein touristisches Backpackermekka, hat aber durchaus auch sehr schöne Strände zu bieten. Hier organisierten wir auf der vietnamesischen Botschaft das Visum für unser nächstes Land, feierten durch die Nacht und genossen das Meer in vollen Zügen.

Weiter ging es nach Kampot. Der gepflegte Ort direkt am Fluss beherbergt einige kleine, sehr coole Cafés und gute Restaurants. Am nächsten Tag führte uns eine auffallend gute kurvige Strasse in den Bokor-Nationalpark. Die Natur war schön und wir genossen das frische Klima auf den 1‘080 Metern über Meer. Den Abend nutzen wir, um uns bereits seelisch auf die bevorstehende lange Busfahrt und den Grenzübergang nach Vietnam vorzubereiten…

 

 

Über den Tisch gezogen – von Mike

Da es über Kambodscha nichts mehr hinzuzufügen gibt, möchten wir nach drei Monaten in Asien einige asiatische „Geschäftsideen“ zum Besten geben. Wir sind immer auf der Hut, trotzdem haben wir schon den ein oder anderen Franken verloren, was uns dann auch tierisch nervt. Aber zu viel Misstrauen würde viele Begegnungen zunichte machen. Es gilt wie so oft, das richtige Mittelmass zu finden.

  • Die freundlichen Tuk Tuk Fahrer erkundigen sich jeweils nach dem Zielort. Die Attraktion, das Hotel oder was auch immer, ist gemäss dem Fahrer dann aber geschlossen. Er kann zufälligerweise eine tolle Alternative aus dem Ärmel zaubern und kassiert Kommission.
  • Bei den Attraktionen steht auf einmal ein Einheimischer daneben (das kann vom kleinen Jungen bis zum Polizisten alles sein) und fängt ohne Aufforderung an über die Sehenswürdigkeiten zu erzählen. Wenn man den nicht schnell wieder los wird, wird man ein paar Franken los.
  • Einige betteln nicht für Geld sondern für Lebensmittel, was auf den ersten Blick ja sinnvoll erscheint. Sind diese dann eingekauft, gehen sie hinter dem Rücken des Spenders wieder zurück zum Laden und der Gewinn wird aufgeteilt.
  • Die Busfahrten sind eine Sache für sich. Meistens zahlen die Touristen schon das x-fache der Einheimischen. Wenn dann aber alle Reisenden 5 km vor der offiziellen Busstation rausgeworfen werden, um zusätzliche Tuk Tuk Fahrten zu verkaufen, hört der Spass auf.
  • Polizisten verbessern ihr Gehalt gerne mit Touristen. Obwohl die Einheimischen beispielsweise keine Fahrprüfung haben und viele keinen Helm tragen beim Rollerfahren, werden die Reisenden genau auf das kontrolliert. Lustig sind die Szenen, wo der Tourist sein Portemonnaie öffnet um die Busse zu begleichen und dahinter eine vierköpfige Familie auf einem Roller ohne Helm vorbeifährt. Auch wichtig: Bei Kontrollen immer gleich den Schlüssel entfernen, damit man von den Polizisten nicht erpresst werden kann.
  • Der ausgemachte Preis für das Tuk Tuk gilt auf einmal nicht mehr oder war ein „kleines“ Missverständnis. Der Fahrer dachte, dass der Preis „pro Person“ oder „nur für Hinweg“ bezahlt wird, anstelle der kompletten Fahrt. Anscheinend gibt es auch Missverständnisse über die Anzahl Nullen hintern der ersten Zahl.
  • Das Rückgeld sollte man jeweils auch gut kontrollieren. Es soll vorkommen, dass versehentlich Falschgeld in Umlauf gerät. Manchmal sogar direkt vom Bancomat!
  • Bei der Rollermiete kriegt man meistens ein zusätzliches Schloss, damit ja nichts passiert. „Clevere“ Vermieter folgen dem Fahrer und entwenden den Roller, sobald unbeaufsichtigt, mit dem Reserveschlüssel. Der Mieter haftet dann für den „gestohlenen“ Roller.

 

17 Tage Kambodscha – von Beiden

Landschaftlich haben uns die vorausgehenden Länder besser gefallen, aber vielleicht waren wir auch zu sehr auf den üblichen touristischen Pfaden unterwegs. Kambodscha hat mit der geschichtsträchtigen Vergangenheit trotzdem sehr viel zu bieten und die traumhaften Strände haben uns echt überrascht. Die Armut der Bevölkerung ist jedoch spürbar und die überall herumliegenden Abfallberge werden (wie wohl in ganzen Asien) immer mehr zum Problem.