Thakhek Loop – von Mike

Der „Thakhek Loop“ wird von vielen Reisenden gelobt und von Reisebüchern empfohlen. Für mich war schnell klar, dass ich diese Rundreise auf zwei Rädern machen wollte und Lara fiel die Entscheidung ungemein leichter, als sie erfuhr, dass es kein Problem sei zu zweit auf einem Gefährt. Zu gerne hätte ich für den Trip ein richtiges, grosses und vor Kraft strotzendes Motorrad wie die Kawasaki KLX250 gemietet. Doch die horrenden Tagesmieten von rund 27 CHF (inkl. Versicherung) überstiegen unser Budget deutlich und so mussten wir mit einem Roller einer Fremdmarke (ja, die gibt es für mich immer noch!) Vorlieb nehmen.

Frisch gestärkt nach einem reichhaltigen Frühstück (Honigtoast mit Vanilleglace und Crêpes) machten wir uns auf den langen Weg Richtung empfohlenem Übernachtungsort. Und schon waren wir da, es war gerade mal 12.00 Uhr! Irgendwo sind wohl doch einige von meinen früheren Renngenen hängen geblieben. Wir nutzten die Unterkunft also nur zum Mittagessen und fuhren gemütlich weiter durch unglaubliche Landschaften die immer wieder ganz neue, unbekannte Gestalt annahm. Das Highlight war für uns die Region wo ein Staudamm gebaut wurde um Strom zu erzeugen. Viele Bäume sind dadurch abgestorben und stehen nun im Wasser, was irgendwie total verrückt aber schön aussieht. In einer kleinen Lagune konnten wir uns noch erfrischen und Lara stand auf einmal im Mittelpunkt als einige Einheimische unbedingt ein Selfie mit ihr wollten. Meine Glanzzeit kam jedoch beim Nachtessen in der Unterkunft, als wir erfuhren, dass andere Reisende den Ort nach zwei harten Tagen auf dem Roller erreicht hatten und komplett erschöpft waren. Stolz wie Oskar konnte ich nun erzählen, dass wir den ganzen Weg locker in einem Tag zurücklegten. Endlich hatte ich wieder einmal ein Rennen gewonnen, gegen alternative Backpacker die normalerweise nur Fahrrad fahren, welch ein Triumph – Bier her!

Am nächsten Morgen besuchten wir die eindrückliche Konglor Cave. Wir konnten diese 7.5 km lange Höhle per Boot durchqueren. Die Eindrücke, wenn man vom Dunkeln direkt in den Dschungel kommt, sind einfach nur grandios. Da wir nicht auf der stark befahrenen Hauptstrasse und bereits nach Tag 2 zurück sein wollten, fuhren wir denselben Weg wieder zurück und planten am nächsten Tag einen weitere Rundreise weiter östlich anzuhängen. Nur leider hatte der Wind gedreht und es war ziemlich kalt geworden, so dass wir schlussendlich nur noch einige Höhlen auf dem Rückweg besichtigen und nach drei Tagen und 560 km wieder in Thakhek waren. Für einmal war die laotische Infrastruktur schon fast zu gut. Vor einem Jahr war es anscheinend viel schwieriger den Loop zu absolvieren und ich hatte mich auf tückische Offroadpassagen gefreut. Geblieben ist nur noch ein 20 km Offroad Abschnitt, den auch Betagte im elektronischen Kabinenfahrzeug absolvieren könnten. Mit der eindrücklichen Landschaft und der Freiheit auf zwei Rädern war dieser Trip trotzdem ein Highlight unserer Laos Reise.

Hochmut kommt vor dem Fall, ja ja. Am nächsten Tag standen 340 km im lokalen Bus auf dem Programm. Der Raum zwischen den Sitzreihen war voll mit Material beladen, aber wir hatten ja unsere Sitze. Aber bei jedem Stopp sind weitere Leute eingestiegen, so dass am Ende viele im hintersten Teil standen, in der Mitte auf dem Material und sogar auf den Kopfstützen der Sitze sassen. Immer wenn wir dachten „mehr geht nicht“, haben sich wieder 5 Personen in den Bus gezwängt. Den Höhepunkt erreichten wir, als lebendige Hühner im Gepäckraum verstaut, ein Roller vom Dach geladen und wir 5 km vor dem eigentlichen Ankunftsort „rausgeschmissen“ wurden damit der Kumpel des Busfahrers noch seine Tuk-Tuk Fahrt verkaufen konnte. Wir freuen uns bereits auf Australien, wo wir unser eigenes Fahrzeug haben werden! 😉

 

Pakse und 4000 Inseln – von Larissa

Wie so oft ist in Pakse nicht die Stadt selbst die Attraktion. Viel mehr lockt hier das Bolaven Plateau, welches eine der fruchtbarsten Regionen in Laos ist. Die Hochebene liegt 1’500 Meter über dem Mekong-Tal und ist das grösste Kaffeeanbaugebiet des Landes. Dass man die Region am besten mit dem Roller erkundet, kam uns gelegen und wir entschlossen uns, einen weiteren 2-tägigen Loop zu unternehmen. Die Landschaft ist nicht ganz so spektakulär wie rund um Thakhek, jedoch verstecken sich hier viele schöne Wasserfälle. Die Nacht verbrachten wir in Tad Lo, einem kleinen verschlafenen Dorf, welches den Abstecher aber durchaus lohnte.

Von Pakse ging es dann weiter zu unserem letzten Stopp in Laos – den 4000 Inseln. Es ist die Region, in welcher sich der Mekong Fluss immer wieder teilt und unzählige Inseln bildet. Per Boot ging es für uns auf die ruhige Insel Don Khon. Wow, die Gegend ist ein echtes Juwel und der Mekong zeigt sich von seiner schönsten Seite. Wir übernachteten in einfachen Bungalows und ein älteres, sehr gut französisch sprechendes Ehepaar bewirtschaftete uns liebevoll. Allgemein hat es übrigens in Laos sehr viele französische Traveller und ich hätte mir bereits einige Male gewünscht, dass meine Sprachkenntnisse nicht dermassen eingerostet sind.

Zurück zur Insel – wir frühstückten jeden Morgen direkt über dem Fluss und genossen die entspannte familiäre Atmosphäre. Die Sonnenuntergänge waren atemberaubend und es tat echt gut, wieder einmal einfach zu relaxen und nichts zu tun. Jaja wir armen Reisenden. ;-P Aber ob ihr es glaubt oder nicht, das Reisen kann manchmal auch wirklich ganz schön anstrengend sein.

An einem der Tage buchten wir noch einen ganztägigen geführten Kajaktrip rund um die Inseln. Wir paddelten durch die wunderschöne Gegend, badeten im Mekong, besuchten die bekannten Wasserfälle und sahen die seltenen Süsswasserdelfine. Mike und ich waren zusammen im Kajak und zeigten uns als hervorragendes Team, kein einziges Mal sind wir gekentert 😉

Ehrlich gesagt hätte ich mir kein besseres Ende für unser Laos Abenteuer vorstellen können. Und jetzt heisst es, KAMBODSCHA RUFT!

 

 

21 Tage Laos – von Beiden

Wir nahmen Laos als sehr schön und abwechslungsreich wahr, die Natur hat vieles zu bieten und die Leute sind sehr freundlich und wenig aufdringlich. Den französischen Einfluss gibt dem Land einen unverkennbaren Charme und bereichert die einheimische Küche um einige uns bekannte Leckerbissen. Laos ist bereits ziemlich touristisch, dies sorgt dementsprechend auch für ein abwechslungsreiches und grosses Vergnügungsangebot, welches wir gerne in Anspruch nahmen.