Luang Namtha & Luang Prabang – von Mike

Der Grenzübergang von Thailand nach Laos ist durchdacht, zumindest was den finanziellen Nutzen für die angrenzenden Dörfer betrifft. Per Tuk-Tuk muss man 10 km Fluss runter, mit einem anderen, natürlich kostenpflichtigen Bus überquert man die Brücke, bevor es nach langem Warten für die nötigen Stempel wieder 10 km Flussaufwärts geht mit einem laotischen Tuk-Tuk. Wir hatten es trotzdem noch am selben Tag in den Norden von Laos geschafft. Am nächsten Tag erkundeten wir Luang Namtha per Roller und durchfuhren einen wunderschönen Nationalpark der uns bis 10 km an die Grenze zu China führte. Die folgenden zwei Tage hatten wir uns für ein Dschungeltrekking angemeldet. Bereits nach kurzer Distanz wurden wir angegriffen und es floss Blut: Blutegel! Der kleine Kerl hatte sich durch den Socken Zugang zu meinem Blut verschafft. Im Gegensatz zu Lara, musste ich immerhin nicht die Hosen runterlassen um ihn wieder wegzukriegen! 😉 An die Blutegel hatten wir uns mit der Zeit fast gewohnt, aber angenehm ist anders. Die Wanderung stellte sich als recht anspruchsvoll und anstrengend heraus und wir waren heilfroh als wir kurz vor der Dämmerung unser Nachtlager in einem kleinen Bergdörfchen erreichten. Der laotische Reiswhisky (LaoLao) verhalf uns zu einem guten Schlaf im Massenlager auf dem Boden. Am nächsten Morgen hatten wir noch Zeit um das Dorf zu besichtigen und wie in Myanmar hatten wir das Gefühl in einer anderen Zeit zu sein. Die Menschen leben in einfachsten Verhältnissen und arbeiten um zu überleben, trotzdem scheinen sie glücklich zu sein und Spass zu haben. Das sollten wir uns zu Hause ab und zu in Erinnerung rufen.

Nach der Wanderung freuten wir uns auf einige entspannte Tage in Luang Prabang und wir sollten nicht enttäuscht werden. Dank der französischen Kolonialzeit konnten wir wieder einmal mit richtigem Brot, Croissants und Baguette frühstücken – welch ein Luxus! Es lohnt sich nicht, viel über die beiden wunderschönen Wasserfälle zu schreiben die wir besucht haben. Schaut euch die Bilder an, diese sind selbstredend…

Wir genossen auf jeden Fall das grosse Angebot von und um Luang Prabang und machten unter anderem eine Mekongbootsfahrt mit Höhlenbesuch, gönnten uns eine Massage und profitierten von den abwechslungsreichen Verpflegungsmöglichkeiten.

PS: Ich wurde schon einige Male auf meinen anscheinend verhaltenen Bierkonsum angesprochen. Ich möchte an dieser Stelle nur anmerken, dass in Asien viele Biersorten sehr vernünftig à 640 ml pro Flasche abgefüllt sind. Deswegen reicht es selten für mehrere Biere pro Abend… ich habe fertig, ihr Schnapsdrosseln! 😉

Vang Vieng & Vientiane von Larissa

Vang Vieng – ja oder nein? Irgendwie waren wir bis jetzt bei keinem Ort so unschlüssig, ob wir einen Stopp einlegen sollen oder nicht. Die Stadt hat nicht den besten Ruf, da sie für wilde Partyexzesse mit harten Drogen und übertriebenem Alkoholkonsum bekannt war. Bis 2011 starben jährlich über 20 Touristen durch Herzinfarkt, Ertrinken oder Genickbruch. Nicht gerade einladend. Im Jahr 2012 wurde jedoch eine Säuberungskampagne durchgeführt und Vang Vieng soll nun eher wieder zum Outdoorparadies mutiert haben… Na dann, wir werden es sehen!

Unsere Fahrt im Minivan fing bereits gut an, als wir plötzlich ein lautes „pffffff“ hörten. Herrlich, ein geplatzter Reifen! Für einen kurzen Moment, sah ich uns erneut in irgendeinem Busgepäckraum sitzen. Aber nein, zu meinem Erstaunen führten wir doch tatsächlich ein taugliches Ersatzrad mit und wir konnten unsere Reise, wenn auch mit etwas Verspätung, fortsetzen.

Bereits nach mehreren Minuten, als wir in Vang Vieng angekommen sind, verblassten meine Vorurteile. Wow, die Landschaft hier ist echt schön. Die Stadt liegt direkt am Fluss vor einem Hintergrund aus spektakulärem Karstgebirge. Die Partyleute sind vielleicht präsenter als an den bisherigen Orten, jedoch war es in einem völlig entspannten Rahmen.

Die hier bekannteste Aktivität, das sogenannte Tubing, wollten wir natürlich ausprobieren. Ja gut, wirklich aktiv ist man dabei nicht… vielmehr lässt man sich in einem Gummiring den Fluss hinunter treiben. Im Tuktuk, welches uns zum Startpunkt brachte, lernten wir ein junges Schweizer Pärchen kennen. Zusammen glitten wir den Fluss hinunter und plauderten wieder einmal in schwiizerdütsch. Die Stimmung war super gechillt und an den etlichen Bars am Flussufer konnte man gute Pausen einlegen. Irgendwann im Gespräch stellte sich dann heraus, dass es sich bei dem netten jungen Herren um den Cousin meiner lieben Ex Arbeitskollegin Manuela handelt. 😉 Was für ein absoluter Zufall.

Am Abend tranken wir noch ein paar Bierchen zusammen und philosophierten übers Reisen!

Von Vang Vieng ging es weiter nach Vientiane, der Hauptstadt von Laos. Von vielen Seiten haben wir gehört, dass es sich nicht lohne, in dieser Stadt zu viel Zeit zu verbringen, da es eher schlecht als recht sein solle und keine wirklichen Sehenswürdigkeiten zu bieten hat. Einen Nachmittag und eine Nacht reichte uns aus diesem Grund aus. Jedoch war ich von der Stadt eigentlich positiv überrascht, irgendwie mochte ich sie. Es gab viele gute Restaurants und schöne Cafes und Mike hatte die beste Kokosnussglace seines Lebens. 😉