Malaysia Part II – von Larissa

Wieder mehr oder weniger auf den Beinen flogen wir von Jakarta via Kuala Lumpur nach Kota Bharu an der Nordostküste in Malaysia. Der sehr islamische Ort war gerade okay für eine Übernachtung und wir fanden sogar ein gutes Restaurant, welches von einem älteren Schweizer Paar geführt wird. Ansonsten waren sehr viele Essgelegenheiten nämlich geschlossen aufgrund der immer noch andauernden Festtage des Fastenbrechens. Am nächsten Morgen gingen wir dann weiter auf die nahe gelegenen Pulau Perhentian. Hier verbrachten wir fast eine Woche und die Inseln sind echt traumhaft schön und überraschenderweise noch nicht allzu verbaut. Der grösste Teil der Insel ist noch mit dichtem Dschungel bewachsen und immer wieder kommt man an zahlreichen wunderschönen Buchten und Stränden mit klarsten Wasser vorbei. Hier hat man wirklich noch richtiges Inselfeeling. Leider zeichnete sich dieses aber auch durch relativ schlechte und trotzdem überteuerte Unterkünfte aus. Wie froh wären wir um eine Klimaanlage bei diesen heissen Temperaturen gewesen. Auch die tausenden von Mücken machten uns ein wenig zu schaffen und Mike rettete mich an einem Abend nur kurz vor einer Meute von äusserst aggressiven Affen. Mit dem Besen musste er die wild gewordenen Makaken vor unserem Bungalow vertreiben.

Von den Inseln ging es zurück ans Festland und wir nahmen die Reise nach Süden in Angriff. Unser nächstes grösseres Ziel war Singapur. Zweimal übernachteten wir in kleinen Orten, welche an der Strecke lagen. Hier haben wir jedoch weder gutes Essen, noch richtige Ohrentropfen für Mikes eingefangene Ohrenentzündung gefunden. So fanden wir die Ostküste Malaysias ziemlich unspektakulär und beeindrucken konnten uns nur die enormen Palmenplantagen, an welchen wir während unseren langen Busfahrten vorbei fuhren. Fairerweise müssen wir aber auch zugeben, dass wir momentan nicht mehr allzu schnell zu beeindrucken sind und wir weitaus weniger abenteuerlich gelaunt sind, als wir es uns gewohnt waren. Auch unser Fotoapparat kommt immer seltener zum Einsatz. Wohl ist dies eine normale Entwicklung einer solch langen Reise, trotzdem bestätigt es uns, dass wir das Rückflugticket für den richtigen Zeitpunkt gebucht haben.

Von der teuersten Stadt der Welt (siehe separaten Blogeintrag von Mike) war Melaka unser Zwischenziel bevor wir in ein paar Tagen von Kuala Lumpur aus in Richtung Westen fliegen. Von unseren Freunden in Singapur wurden wir gewarnt, dieser Ort sei reine Zeitverschwendung und wir sollen doch lieber direkt nach Kuala Lumpur fliegen. Budgetbewusst wie wir sind, entschieden wir uns aber für den Bus und wurden von Melaka positiv überrascht. Aufgrund seiner günstigen Lage, entwickelte sich der Ort schon sehr früh zu einem florierenden Handelsstädtchen, in welchem man der starke Einfluss der früheren Kolonialmächten Portugal, Holland und England immer noch gut sehen kann. Diverse Gebäude sind in den genannten Länderstilen gebaut und immer noch gut erhalten und geben in Kombination mit dem lebendigen Chinatown ein tolles und charmantes Bild ab. Auch hatte es ein paar gute Cafés und Restaurants und wir bereuen diesen Stopp auf keinen Fall.

 

 

19 Tage Malaysia – von Beiden

Malaysia wirkte auf uns sehr multikulturell mit grossem indischem und chinesischem Einfluss. Manchmal fühlten wir uns im stark muslimisch geprägten Land etwas merkwürdig, wobei man sagen muss, dass die Leute sehr freundlich und extrem hilfsbereit waren. Der Regenwald, die Teeplantagen und die traumhaften Inseln konnten uns am meisten überzeugen. Verglichen mit anderen Orten in Asien hinkt das Preis- / Leistungsverhältnis aber etwas hinterher. Malaysia ist durchaus eine Reise wert, gehört aber nicht zu unseren Favoriten.