Bangkok & Hua Hin – von Mike

Reist man von der Schweiz direkt nach Bangkok, hätte man wohl den Eindruck, dass alles chaotisch und unübersichtlich ist. Nach Myanmar, speziell Mandalay, war es für uns das Gegenteil. Natürlich waren die Strassen voller Fahrzeuge und Menschen, jedoch hatte alles irgendwie wieder seine Ordnung. Ich hätte nicht gedacht, dass ich mich jemals über einen Fussgängerstreifen oder ein Trottoir freuen würde.

Marktbesichtigung in Bangkok ist ein Muss. Neben einem stylischen Vintagemarkt mit vielen Motorrädern und kreativen Bars, besuchten wir auch den Chatuchak Wochenendmarkt. Dieser ist mit über 10’000 Ständen einer der grössten der Welt und es gibt sogar einen Lageplan um sich einigermassen zurecht zu finden. Zu kaufen gibt es alles, wirklich alles. Das heisst aber auch, dass  viele Tiere (Hunde, Igel, Eichhörnchen etc.) unter uns fremden Lebensbedingungen angeboten werden.

Kampfsport ist bekanntlich in Thailand hoch angesehen und wir liessen es uns nicht nehmen, einen Muay Thai Fight live im Stadium zu sehen. Da wir etwas spät kamen, war die VIP Tribüne für „farangs“ (Ausländer) bereits voll und uns wurde ein Platz inmitten der Einheimischen verschafft, yeah! Die spannenden Kämpfe waren natürlich sehenswert. Aber die ganze Atmosphäre die in dieser Halle herrschte, war der Wahnsinn. Die Leute schlossen untereinander mit wilden Gesten Wetten ab, feuerten ihre Kämpfer an und jubelten frenetisch bei jedem guten Treffer.

Die restlichen Tage klapperten wir die üblichen Touristenattraktionen ab. Tempel, Chinatown und auch die zwiespältigen Viertel haben wir besucht. Auf eine Liveshow haben wir trotz sehr interessantem Angebot ((mein Favorit auf der Menükarte: pussy writes letter) sorry für den Ausdruck, ist jedoch nur 1:1 wiedergegeben) jedoch verzichtet. 😉 Nach vielen Einkaufszentren und Sushi à discrétion für CHF 10.— pro Person fand unser Bangkok Aufenthalt auf dem höchsten Gebäude Thailands, dem Bayioke Tower II seinen krönenden Abschluss.

Der Strand ruft! Was in Myanmar nicht geklappt hatte, wollten wir nun nachholen und fuhren kurzerhand per Bus nach Hua Hin, um nach dem anstrengenden Reisen ein paar Tage zu relaxen. Wer sich schon lange auf Bilder traumhafter Strände von uns freut, hier kommen sie – NICHT! Stellt es euch so vor: Lara und ich am Strand, noch wenig begeistert vom Strandabschnitt – also weiterlaufen. Noch weiter und weiter. Ich finde es komisch, die Leute lassen sich auf den Liegestühlen grillieren aber niemand ist im Wasser. Vielleicht ist es ja weiter unten anders und wir laufen gemütlich im Meer den Strand entlang. Als ich Regenbogenfarben auf dem Sand erkenne, dämmert es mir: ÖL! Jap, unsere Füsse sind schwarz und unsere Strandtage haben sich soeben in Luft aufgelöst. Zwei Tage vor unserer Ankunft lief irgendwo Öl aus. Pech für uns, also weiter nach Kanchanaburi.

 

 

Kanchanaburi  – von Larissa

In Kanchanaburi angekommen, freute ich mich über unsere ruhige Unterkunft ausserhalb der Stadt. Am Abend am Flussufer in einem der winzigen Restaurants bestellte ich mir mit Mühe und Not mein vegetarisches Essen. Die Speisekarten in thailändischer Schrift sind ziemlich schwierig zu entziffern und je weiter man der Stadt entfernt ist, desto schlechter ist das Englisch der Leute. Mike macht es mittlerweile ganz nach dem Zufallsprinzip und zeigt einfach auf das Bild, welches am besten aussieht.

Ich würde lügen, zu behaupten es sei manchmal nicht ganz schön ermüdend, wenn man nach 5-maligem Wiederholen von NO MEAT, NO FISH immer noch nicht weiss, ob man richtig verstanden wurde. Meist erkennt man es erst, wenn man den Teller auf dem Tisch hat und es kann durchaus vorkommen, dass ich einen Teller voller Poulet serviert bekomme statt meinen bestellten Reis mit Gemüse. ;-P

Am nächsten Morgen machten wir uns per Roller auf den Weg zu den Erawan Wasserfällen. Ihr seht, dieses Transportmittel ist bei uns nach wie vor sehr beliebt. Es wäre wohl komfortabler gewesen, den langen Weg in einem Touristenbus zu fahren, jedoch entkommen wir auf diese Weise meistens den grossen Menschenmengen.
Die Wasserfälle waren wunderschön und man hatte überall die Möglichkeit zu baden. Das frische Wasser war die perfekte Abkühlung und bot uns zusätzlich noch ein gratis Fish-Spa. Wenn man sich nicht bewegte, hatte man plötzlich ganz viele Fische um die Beine und Füsse, welche versuchten irgendwelche Hautzellen abzuknabbern.* Bei meinen Füssen war es natürlich ein Festmahl für die Fische. 😉 Das Gefühl war sehr gewöhnungsbedürftig und es kitzelte ganz schön.

Kanchanaburi und Umgebung hat eine sehr geschichtsträchtige Vergangenheit. Im zweiten Weltkrieg befand sich hier ein von Japaner betriebenes Kriegsgefangenenlager. Speziell die Eisenbahnbrücke über dem River Kwai ist ein Wahrzeichen der Stadt. Das Errichten der ganze Bahnlinie (auch Death Railway genannt) kostete aufgrund der grausamen Bedingungen rund 100‘000 Gefangenen das Leben. Es war interessant diese Orte selbst zu begehen.

*liebe Jasmin, ich habe an dich gedacht ;-D