Koh Tao & Khao Sok – von Larissa

Hello again, da sind wir wieder… 😉 Strand, Meer und Sonne musste her! Also flogen wir von Hanoi nach Bangkok und gelangten per Bus und FĂ€hre auf die kleine Insel Koh Tao im Golf von Thailand. Die Insel ist eine echte Perle und ich verstehe nun, warum hier viele Leute hangen bleiben. Keine Angst, wir gehören nicht dazu. ;-P Trotzdem wird sie speziell fĂŒr mich in besonderer Erinnerung bleiben. Hier habe ich nĂ€mlich meinen ersten Atemzug unter Wasser genommen – natĂŒrlich mit Hilfe einer Sauerstoffflasche. Koh Tao ist ein weltberĂŒhmter Spot, um tauchen zu lernen, da die Bedingungen fĂŒr Beginner absolut perfekt sind. Das konnten wir uns nicht entgehen lassen, und so haben wir uns fĂŒr einen 3,5-tĂ€gigen Tauchkurs entschieden. FĂŒr mich war es absolutes Neuland, Mike hat es in Australien bereits einmal ausprobiert. Unser Tauchinstruktor war, am strengen Akzent nicht zu ĂŒberhören, ein Franzose mit bereits etwa 4000 TauchgĂ€ngen Erfahrung. Kann ja nichts mehr schief gehen ;-D Am Nachmittag wurde dann jeweils die erlernte Theorie vom Morgen umgesetzt. Nebst den obligatorischen StandardĂŒbungen (Maske unter Wasser ausziehen und solche Faxen) hat es auch wirklich Spass gemacht. Als zertifizierte Open Water Diver können wir nun ab sofort, weltweit die Unterwasserwelt bis zu 18 Metern tief erkunden. Und ich sag euch, da unten gibt es so einiges zu sehen. Vor ein paar Jahren, hĂ€tte ich mir nicht im Traum vorstellen können, dass ich je einmal einen Tauchgang machen wĂŒrde, da ich der Unterwasserwelt immer sehr skeptisch gegenĂŒber stand. Jedoch tut es ganz gut, seine persönlichen Grenzen ab und zu ein wenig zu testen und die faszinierende Welt unter Wasser ist es auf jeden Fall wert.

Nach den super Tagen auf Koh Tao ging es fĂŒr uns mit einer luxuriösen NachtfĂ€hre wieder ans Festland in den Khao Sok Nationalpark im Landesinneren. Die RegenwĂ€lder hier werden auf ca. 160 Millionen Jahre geschĂ€tzt und zĂ€hlen somit zu den Ă€ltesten der Welt. Am kommenden Tag machten wir einen Bootsausflug auf dem nahe gelegenen See und wurden fast ein bisschen an die Halong Bucht in Vietnam erinnert. Die Natur zeigt auch hier unzĂ€hlige Karststeinformationen, welche ins Wasser ragen und wirklich fantastisch aussehen. Auf dem Programm stand dann auch noch eine von Wasser durchflossene Höhle, welche voll mit FledermĂ€usen und riesigen Spinnen war.

In diesen Tagen hatten wir zudem noch ein bisschen Zeit, um unsere bevorstehenden Wochen zu „planen“. Der Flug nach Australien ist somit gebucht! ;-D Wir werden nun am 23. Februar, nicht wie eigentlich vorgesehen von Thailand, sondern von Kuala Lumpur nach Melbourne fliegen. Bis dahin werden wir gemĂŒtlich nach unten reisen, ein paar Inseln erkunden, das thailĂ€ndische Essen und die Sonne geniessen!

 

 

Khao Lak & Phang Nga – von Mike

Khao Lak ist den meisten wohl bekannt, wegen dem verheerenden Tsunami der im Dezember 2004 die KĂŒste verwĂŒstete. Das Gebiet rund um Khao Lak wurde dabei am stĂ€rksten beschĂ€digt und unzĂ€hlige Menschen verloren ihr Leben. Ausser einem Museum und Denkmalen, die an den Tsunami und die Opfer erinnern, ist davon aber nichts mehr zu sehen. Die Touristen sind auf jeden Fall in Scharen zurĂŒck und geniessen die kilometerlangen, wunderschönen StrĂ€nde. Per Roller erkundeten wir einige Strandabschnitte und genossen das Nichtstun in der thailĂ€ndischen Hitze. Die Region um Khao Lak ist mit den Similan und Surin Inseln sehr bekannt unter Tauchern. So liessen wir es uns nicht nehmen, unseren ersten „fun dive“ zu absolvieren. Mit dem Speedboat ging es zur kleinen, unbewohnten Insel Koh Bon. Wir waren glĂŒcklich, dass noch einige andere Neulinge auf dem Boot waren und wir eine AnfĂ€ngergruppe bilden konnten. Beim ersten abtauchen war ich dann trotzdem gestresst, weil sich meine Mietbrille zugleich mit Wasser fĂŒllte und ich nachziehen musste wie ein Hornochse damit sie einigermassen dicht blieb. Schnell hinterher tauchen war dann auch nicht die beste Idee und so war ich unter Wasser immer etwas beschĂ€ftigt und leider auch abgelenkt. Das muss der Grund sein, wieso ich vom Leopardenhai fast nur noch die Schwanzflosse sah. Den „grossen“ Mantarochen habe aber auch ich wahrgenommen! Wie sich spĂ€ter herausstellte, war es mit ca. drei Metern Spannweite ein Babyrochen. Es war trotzdem ein sehr imposantes Erlebnis, ein Tier mit solcher Grösse unter Wasser zu beobachten. Gesehen haben wir natĂŒrlich noch viele andere Fische. Ich verzichte jedoch auf eine genaue Auflistung, denn erstens habe ich keine grosse Ahnung was wir alles gesehen haben und zweitens haben die meisten wohl keine Ahnung wie diese Fische aussehen. Es war auf jeden Fall ein toller Ausflug und es werden bestimmt weitere TauchgĂ€nge auf unserer Reise folgen.

Unsere nĂ€chste Destination ist vor allem wegen einem Merkmal bekannt, dem James Bond Felsen. Der Ort wurde weltberĂŒhmt als Roger Moore 1974 als Geheimagent im Film „Der Mann mit dem goldenen Colt“ vor der beeindruckenden Kulisse der Insel landete. Um keine Touristentour von einer umliegenden Feriendestination buchen zu mĂŒssen, machten wir uns direkt auf den Weg nach Phang Nga, wo wir zu viert ein Longtailboat chartern konnten. Der Fels selber ist, sagen wir mal, leicht ĂŒberbewertet. Die berĂŒhmten Fotos und Videoaufnahmen wurden definitiv aus einer vorteilhaften Perspektive aufgenommen. Betrachtet man die ganze Landschaft der wunderschönen Bucht, geht der Felsen eigentlich fast unter. Wir amĂŒsierten uns einwenig ab den riesigen Touristenscharen, die sich an den nahegelegenen Strand drĂ€ngten, um ein Foto zu erhaschen oder im Kayakstau warteten, um durch eine Höhle zu paddeln. Es wird wohl nicht mehr lange dauern, bis Verkehrskreisel und Ampelsysteme eingefĂŒhrt werden mĂŒssen
 😉 Wir blieben lieber auf unserem Boot und besichtigten etwas ruhigere Buchten, MangrovenwĂ€lder, Höhlen etc.

PS: In Bangkok versuchte ich einen speziellen thailĂ€ndischen Leckerbissen: Heuschrecke! Gar nicht mal sooo schlecht… einen grossen Eigengeschmack hatte sie zwar nicht, dafĂŒr war sie sehr knusprig. 😉