Sevilla mi amor – von Larissa

Hello again, hier sind wir wieder! Mit einer gewissen Verspätung (wir hatten ja auch eine Weile  keine Laptops mehr ;-P), gibt es nun doch noch einen Beitrag zu Spanien. Nach ganzen 10 Wochen Temporärbüez in der Schweiz, zog es uns in den europäischen Süden nach Spanien. Da uns beiden die spanische Sprache sehr gut gefällt und diese für gewisse Reiseziele von grossem Vorteil ist, entschieden wir uns für einen 2,5 monatigen Sprachaufenthalt in Andalusien. Gebucht haben wir das Ganze über die Agentur Boalingua (www.boalingua.ch) in Luzern, welche absolut zu empfehlen ist. Für die ersten vier Wochen buchten wir bewusst eine unterschiedliche Destination und so wählte Mike das am Meer liegende Tarifa, während ich mich nach langem hin und her für Sevilla entschied.

Die Entscheidung war definitiv die Richtige – Sevilla zog mich mit seinem unglaublichen Flair sofort in seinen Bann! Wohl waren die ersten paar Tage alleine für mich eine ziemliche Herausforderung und der Stadtplan war mein treuster Begleiter durch die engen Gassen der Hauptstadt Andalusiens. Zugleich tat es ganz gut, wieder einmal auf sich alleine gestellt zu sein. Gewohnt habe ich etwas ausserhalb des touristischen Stadtzentrums in einer Airbnb Unterkunft bei einer jungen Künstlerin. Ich hätte es wohl kaum besser treffen können und wir hatten eine super Zeit zusammen, lachten viel und hatten tolle Gespräche. Der täglich vierstündige Spanischunterricht war abwechslungsreich und machte Freude. Die Freizeit gestaltete sich auf der sonnigen Dachterrasse mit einem guten Buch, mit Klassenkameraden beim Tapas essen oder einem „cerveza“ auf einem der unzähligen „lazas“ der Stadt. Ihr seht, die Basics auf Spanisch habe ich gelernt ;-P Super tolle Restaurants und Bars, sowie der traditionelle Flamenco Tanz sorgten für eine ständig grossartige Atmosphäre. Zudem ist Sevilla mit einer beeindruckenden Architektur gesegenet und kein Witz, auch nach einigen Wochen fand ich immer wieder neue Gebäude, Plätze oder irgendetwas, was mir in dieser Stadt den Atem raubte.

Nach den ersten zwei Wochen trafen Mike und ich uns in Cadiz fürs Wochenende und wir genossen unsere Zweisamkeit. Schliesslich waren wir es uns nach zehn Monaten 24/7 nicht mehr gewohnt, getrennt zu sein. 😉 Auch hatte ich für ein paar Tage Besuch aus der Schweiz von meiner besten Freundin Noemi. Trotz dem fiesen Regen, hatten wir eine tolle Zeit und fanden den Ausflug in das kleine Städtchen Ronda, welches spektakulär auf einem Felsplateau gelegen ist, absolut lohnenswert.

So verstrichen die ersten vier Wochen wie im Flug und nun kam Mike auch schon zu mir nach Sevilla. Wir mieteten uns ein cooles Apartment im hippen Stadtviertel Triana, welches direkt am Fluss liegt. Morgens gingen wir weiterhin zur Schule, nachmittags taten wir es den Spaniern gleich und genossen unsere Siesta und abends gönnte sich Mike das eine oder andere Bier und ich schloss Freundschaft mit Orangenwein und tinto de verano (eine Mischung aus Rotwein und Limonade).

Fast täglich kauften wir frische Lebensmittel am lokalen Markt und wendeten so auch gleich unsere Spanischkenntnisse an, wobei sich der eine oder andere Verkäufer das Schmunzeln nicht vekneifen konnte – woran das wohl lag? ;-D

Wir verbrachten eine unglaublich gute Zeit in Sevilla, lernten tolle Leute kennen, hatten sehr viel Spass und nahmen wertvolle Erinnerungen mit nach Hause. Eines ist sicher – Sevilla hat uns ganz bestimmt nicht zum letzten mal gesehen – hasta luego mi amor!

 

 

Neues lernen in Tarifa – von Mike

Mein Aufenthalt im Süden Spaniens stand ganz unter dem Motto: „Lerne etwas neues!“. Damit es mir nicht langweilig wurde, wollte ich am Vormittag Spanisch büffeln und jeweils am Nachmittag Kitesurflektionen nehmen. So weit der Plan. Leider musste ich schnell merken, dass das mit dem Kiten nicht ganz so einfach ist, vorallem als Beginner. Einmal hatte es kein Wind, einmal zu viel, dann in die falsche Richtung oder einfach zu grosse Wellen. In meinen vier Wochen konnte ich nur vier Mal Lektionen nehmen. Nach meinem geglückten Kiteversuch in Bali, musste ich in Tarifa zu Beginn ziemlich unten durch und gönnte mir den ein oder anderen Schluck Meerwasser. Nachdem ich schon beinahe die Geduld verloren hatte, klappte es bei der letzten Lektion ganz gut und auf einmal war auch der Spass da. Schade hatte ich in der letzten Woche keine Gelegenheit mehr dieses Gefühl etwas zu vertiefen. Aber mein „Kite-Projekt“ ist noch nicht vorbei!

Ach ja Spanisch. Mit Null angefangen, konnte ich nach vier Wochen immerhin meinen Kaffee zum mitnehmen bestellen. Ich fand es interessant eine neue Sprache wirklich ohne Vorkenntnisse zu lernen. In der Schule hatte ich manchmal den Eindruck, dass ich ziemlich viel verstand, auf der Strasse mit den Einheimischen sah dies jedoch wieder ganz anders aus. Aber auch dieses Projekt ist: to be continued. Die Planung des Sprachaufenthaltes lief über www.boalingua.ch obwohl kurzfristig, sehr unkompliziert ab – vielen Dank!

Neben der ganzen Lernerei stand natürlich auch ein ganz klein wenig Spass auf dem Programm. Ich genoss die spanischen Tapas, das Nachtleben von Tarifa und segelte mit Schulkameraden sogar einmal für ein Wochenende nach Marokko.

Nach vier Wochen war es dann an der Zeit, das wegen der Wintersaison aussterbende Tarifa zu verlassen und bei Lara in Sevilla nach dem Rechten zu schauen! 😉 Während unserem Aufenthalt in Sevilla verbrachten wir ein Wochenende in Malaga und bekamen hohen Besuch aus der Schweiz. Miggu & Soula nahmen den Weg auf, um uns zu sehen und etwas spanische Sonne zu tanken. Wie schön es doch ist, mit Freunden zu feiern und etwas zu unternehmen – merci! Und Schande an die Zollbeamten, die das Käsefondue beschlagnahmten, das für uns gedacht war!!!

In unserer letzten Woche in Spanien, mieteten wir ein Auto und fuhren von Sevilla bis nach Barcelona. Die Route führte uns durch das andalusische Gebirge über Marbella und Nerja nach Granada. Granada gefiel uns besonders gut und die historischen Bauten waren selbst für uns Kulturbanausen sehr eindrücklich anzuschauen. In Valencia wurde unsere Ferienstimmung dann etwas getrübt. Irgendjemand fühlte sich sehr bedürftig und schlug kurzerhand die Fensterscheibe unseres Mietwagens ein und räumte alles aus, was wir nicht auf Mann/Frau trugen. Unsere beiden Koffer, Rucksäcke mit Laptops, Pässen etc. alles war weg! Nach einem längeren Aufenthalt auf einem spanischen Polizeiposten, der in etwa so erfolgreich war, wie die australische Icehockeymannschaft, mussten wir um Mitternacht erst einmal Linsenmittel für Lara auftreiben. Eine neue Zahnbürste durftejedoch bis zum nächsten Nachmittag warten. Die letzten zwei Tage in Barcelona konnten wir nicht mehr wirklich geniessen. Aber wir liessen uns nicht unterkriegen und fingen bereits mit dem organisieren und ersetzen an. Wir haben uns vorgenommen, die positive Sicht auf unseren Spanienaufenthalt dadurch nicht zu verlieren. An den Dieb: Viel Spass mit unseren Sachen, hoffentlich wirst du vom Blitz getroffen!

Falls ihr einmal in einer ähnlichen Lage sein sollt. Vergesst nicht die positiven Seiten:
– Kein Gepäck schleppen mehr in den 4. Stock des Hotels.
– 5 Minuten nach dem aufstehen, bist du ready to go.
– Kein Gepäck einchecken am Flughafen. Direkt zu Gate, wuhuuu!
– Schneller wirst du zu Hause nie mehr alles auspacken und waschen.